Haltung bewahren. Good posture, or an easy way how to avoid becoming Disney's next Quasimodo.

Was ist gute Haltung und warum ist sie so wichtig?


Körperhaltung ist nichts worüber wir ständig nachdenken.Wir stehen wie wir „schon immer stehen“ und wir sitzen wie es uns bequem ist. Wenn ich von guter Haltung spreche, meine ich die Körperhaltung, die unserem Körper den kleinstmöglichen Stress aussetzt. Jede Abweichung der natürlichen Haltung fordert unsere Muskulatur, Knochen, Gelenke und Bänder unnötig und sorgt so für häufige Alltagswehwehchen. Eine gute Haltung und die damit einhergehende gerade Ausrichtung unserer Wirbelsäule ist jedoch eines der Schlüsselelemente, wenn es darum geht, wie gut und störungsfrei unser Gehirn mit dem Rest des Körpers (und umgekehrt) kommunizieren kann. Abgesehen von den physischen Folgen, die uns die Quasimodo-Haltung vor dem Computer einbringt, haben Studien auch einen signifikanten Zusammenhang zwischen schlechter Haltung und depressiven Verstimmungen, Stressleveln und Verdauungsbeschwerden herausgefunden.



Woran bemerke ich schlechte Körperhaltung?


Die offensichtlichsten und am einfachsten zu überprüfenden Indikatoren, die auf eine mangelhafte Ausrichtung des Körpers hindeuten, sind:

+ nach vorn fallende Schultern

+ der sog. Schildkrötenhals, bei dem der Kopf deutlich vor dem Schwerpunkt liegt

+ ein kleiner (manchmal größerer) Buckel, der sich gern am unteren Nackenende bildet

+ ein Hohlkreuz

+ Schmerzen


Wie sieht denn nun eine korrekte Körperhaltung aus und wie kann ich sie halten?


Der erste und wichtigste Schritt ist das Bewusstsein. Besonders als Schreibtischtäter ist es sinnvoll, sich zu Beginn in sehr regelmäßigen Abständen, eventuell mit Hilfe eines Alarms, immer wieder zu überprüfen und zu korrigieren. Für die sitzende Körperhaltung bedeutet das:

+ Beide Füße sollten auf dem Boden oder auf einer Fußstütze aufgestellt sein.

+ Bitte nicht die Beine überschlagen. Der Winkel in den Kniekehlen sollte größer als 90° sein.

+ Knie sollten auf gleicher Höhe oder niedriger als die Hüften sein. Der klassische Fernsehsessel ist leider kein Möbelstück für langes Sitzen.

+ Eine Rückenunterstützung kann helfen den Rücken gerade zu halten. Je mehr Richtung Stuhlkante man rutscht, desto einfacher gelingt die aufrechte Haltung.

+ Aus einem Kinn werden tendenziell zwei, wenn man den Kopf geraderichtet.

+ Regelmäßig bewegen. Eine kurze Runde durch’s Büro oder zum Wasserspender aller halbe Stunde.


Anfangs fühlt sich diese Haltung oft sehr unnatürlich und unbequem an und man erwischt sich schnell, wieder in die alten Muster hineinzurutschen. Aber – es ist noch kein Haltungsmeister vom Himmel gefallen, denn der entsteht nur durch Übung.


In meinem Blog habe ich vor langer Zeit bereits einen Artikel zum Thema „Texting neck“ geschrieben. Den verlinke ich noch einmal HIER.

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