Chiropraktik & Laufsport - damit aus Beschleunigung nicht Stillstand wird.

Aktualisiert: 24. Juni 2018

Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling werden in vielen Haushalten die Laufschuhe entstaubt. Der Weihnachtsspeck muss weg. Der Adonis-Strandkörper ruft.



Laufen ist eine hervorragende Möglichkeit um den Körper fit zu halten. Es braucht keine teure Fitnessstudiomitgliedschaft, nur ein paar Laufschuhe und etwas Motivation.

Der Zugewinn jeglicher regelmäßiger körperlicher Aktivität ist für die physische und mentale Gesundheit enorm. Dass Ausdauersport das Herz-Kreislaufsystem stärkt, indem er die Durchblutung anregt, den ewig zu hohen Bluthochdruck senkt und die Anfälligkeit für Thrombose verringert, ist allgemein bekannt. Auch auf die Stärkung der Knochen und Muskeln wirkt sich der Laufsport positiv aus. Regelmäßige sportliche Aktivität sorgt dafür, dass wir Keimen und Infekten widerstandsfähiger gegenübertreten können und der “Männerschnupfen” weniger oft anklopft.

Es gibt kaum eine einfachere Möglichkeit den nervigen Chef oder private Probleme mal für einen Moment zu vergessen. Das Gefühl sich von der Couch aufgerappelt zu haben, verschwitzt nach Hause zu kommen und schon den Muskelkater von morgen zu spüren ist unbezahlbar. Laufen macht glücklich!


Jetzt könnte die Lobeshymne auf meinen geliebten Laufsport eigentlich auch schon vorbei sein. Aber wer kennt ihn nicht - den Stolperstein, der sich einem da gerade absichtlich unter den Fuß geschoben hat und das sich darauffolgende nicht gut anfühlende und noch weniger attraktiv anhörende *Knack*. Ebenso gern gesehen sind die immer wiederkehrenden Knie-/Hüft- oder Schienbeinschmerzen, die den Spaß und die Motivation am Laufen gemeinsam gen Sonnenuntergang von dannen rennen lassen. Hallo Schweinehund!

Für jeden Freizeitläufer ist das natürlich der Grund die Laufschuhe wieder verstauben zu lassen und professionellen Athleten kann es die Karriere kosten.


Was tun also wenn es mal knackt und ziept und zerrt?

Tritt eine Verletzung auf sollte man zusehen, dass man das Training gegebenenfalls abbricht und die betroffene Stelle erst einmal ruhig stellt und hochlagert. Kühlen hilft bei Schwellungen und Entzündungen, sollte aber immer nur für ein paar Minuten angewendet werden, damit die Selbstheilungsmechanismen des Körpers nicht gestört werden.

Sind die Beschwerden andauernd oder wiederkehrend ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen um schlimmere Verletzungen auszuschließen. Ebenso sind wir Chiropraktoren oft erste Anlaufstelle nach Sportunfällen. Die gezielte chiropraktische Behandlung trägt dazu bei, dass Heilungsprozesse schneller stattfinden können.

Mittlerweile sind Chiropraktoren, neben Sportmedizinern und Physiotherapeuten, oft in den medizinischen Teams zahlreicher Sportvereine zu finden. Besonders in den Ländern der USA und Australien, dort wo die Chiropraktik viel weiter verbreitet ist, als in Deutschland, sieht man die Kollegen oft am Spielfeldrand behandeln. Viele professionelle Athleten wissen mittlerweile wie positiv sich die regelmäßige chiropraktische Behandlung auf die Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit und des Allgemeinzustandes ihres Körpers auswirkt.


Was macht die chiropraktische Behandlung denn nun so besonders im Gegensatz zu Ibuprofen, Diclofenac & Co.?

Das Ziel der Chiropraktik ist den Körper optimal funktionieren zu lassen. Gelenkblockaden, unabhängig davon, ob sie in Wirbelsäule, Becken oder Extremitäten auftreten, sorgen dafür, dass der Körper beginnt diese verlorene Bewegung irgendwie versucht auszugleichen. Das passiert, indem umliegende Gelenke und Muskeln einfach etwas Mehrarbeit verrichten. Das ist in der Regel kein Problem, so lange der Körper fit und gesund ist und die zugrunde liegenden Blockaden “noch frisch” sind. Sobald unser Körper mit dieser Schon- oder Ausgleichshaltung nicht mehr zurecht kommt und über die Zeit aus der Mehrbelastung eine Überlastung wird, zeigt er Symptome.

Vergleichbar ist das mit dem berühmten Tropfen, der das Glas zum Überlaufen bringt. Bevor der letzte Tropfen tropfte, waren schon viele vorher ins Glas getropft.

Was die Chiropraktik also möchte, ist das Glas immer wieder auszuleeren, bevor der letzte Tropfen das Übel mit sich bringt.

Wir Chiropraktoren sorgen also dafür den Körper regelmäßig wieder “ins Lot” zu bringen um Über- und Fehlbelastungen und die damit einhergehende Verletzungsgefahr zu verringern. Außerdem trägt die Behandlung dazu bei, Heilungszeiten zu minimieren, indem Strukturen wieder optimal genutzt genutzt werden und die zugrundeliegenden Ursachen gelöst werden.


Außerdem, und das ist nicht nur für Profisportler von großer Bedeutung, hat die Wissenschaft gezeigt, dass chiropraktische Justierungen den Bewegungsumfang der Gelenke erhöht. Die bestmögliche Bewegungsfreiheit, nicht nur, aber insbesondere der unteren Extremitäten sind unumgänglich für eine optimale Biomechanik und die saubere Ausführung der Laufbewegung.


Laufen ist einer der einfachsten Wege um fit zu bleiben, solange man dafür sorgt, dass der Körper optimal funktionieren kann und man ihn nicht für selbstverständlich nimmt. Neben den oft vernachlässigten Stretch-Routinen, dem optimalen Laufschuh, Krafttraining, gesunder Ernährung und ausreichender täglicher Flüssigkeitszufuhr (1 Liter pro 25kg Körpergewicht), sind regelmäßige chiropraktische Check-Ups nur ein (wichtiger) Bestandteil des “Maßnahmenkatalogs” zur Verletzungsprävention.

  • Facebook - Grey Circle
  • Instagram - Grey Circle